Es war für mich, um es mal vorweg zu nehmen ein ganz besonderes Konzert von „Savatage“ in München, denn ehrlich gesagt hatte ich nicht mehr damit gerechnet, diese Band in diesem Leben noch einmal live erleben zu dürfen.
Doch zum Glück kam es anders und so fieberte ich natürlich dem 19.06.2025 so dermaßen entgegen.
Und das wie sich herausstellte, auch völlig zu Recht!
Nachdem fast genau 24 Jahre ins Land gezogen sind, seitdem ich „Savatage“ zum letzten Mal live gesehen habe (Bang Your Head 29.06.2001) war meine Vorfreude immens, hatte jedoch die Befürchtung, dass der Sound im Zenith nicht so optimal wird, denn für einen schlechten Sound ist dies Location leider berühmt.
Konnte jedoch zu meiner Verwunderung schon bei der Vorband „Induction“ feststellen, dass hier offensichtlich Profis am Werk waren.
Die Band um Tim Hansen, dessen Vater Kai Hansen (Helloween, Gamma Ray Ray usw.) ja nun wirklich kein Unbekannter mehr sein dürfte, hatte zwar als Support für solch eine Legende einen sichtlich schweren Stand, doch zumindest im vorderen Bereich zur Bühne hin, gaben sich doch recht viele die Mühe, die Jungs anzufeuern, denn verdient haben sie es allemal.
Ich durfte „Induction“ im vorigen Jahr als Support von „Battle Beast“ schon live begutachten (damals jedoch noch mit einem anderen Sänger) und sie haben mich damals vom Fleck weg begeistert.
Somit war es für mich natürlich noch ein Pluspunkt mehr, diesen Abend zu genießen.
Auch mit ihrem neuen Sänger „Gabrielle Gozzi“ machten sie unmissverständlich klar, dass auch sie ein Teil dieser ganzen musikalischen Landschaft sind.
Mit 45 Minuten Spielzeit konnte man sich dann auch ein sehr gutes Bild über die Band machen, falls man sie noch nicht gekannt haben sollte.
Ihre Setlist gab zumindest einen sehr guten Einblick in ihr Schaffen und dass sie Freude an dem haben was sie tun, das konnte man ihnen wirklich ansehen.
Setlist Induction 19.06.2025
Born From Fire
Fallen Angel
I Am Alive
The Final Countdown (Europe cover)
Set You Free
Medusa
Beyond Horizons
Go to Hell
Queen of Light
Für mich waren die Jungs von „Induction“ auch an diesem Abend wieder absolut überzeugend und somit konnte ich mich nunmehr auf das dann Folgende vorbereiten.
Um kurz vor 21:00 Uhr öffnete sich mein Tor zum musikalischen Himmel und „Savatage“ begannen mit dem Intro „The Ocean“ vom Album „Wake Of Magellan“, welches wie auch im weiteren Verlauf das Konzerts von Videos, Albumcovers usw. auf dem Backdrop, bzw. in diesem Falle ein Screen untermalt wurde.
Natürlich gab es auch diesmal wieder Nörgler, die entweder mit der Songauswahl nicht zufrieden waren oder was auch immer.
Mir gingen diese ganzen Streitgespräche dermaßen am Allerwertesten vorbei, denn ich bin „Savatage“ Fan durch und durch und liebe jede Konstellation, die die Band im Laufe ihrer Karriere durchmachte.
Somit feierte ich auch absolut jeden Song ab und hatte nicht selten Tränen in den Augen.
Mit einem gigantischen „Welcome To The Show“, welches in Großbuchstaben vom Backdrop/Screen ins Auge sprang, begann die Band dann folglich mit „Welcome“, welches ebenfalls auf „Wake Of Magellan“ und von dem an diesem Abend auch die meisten Songs in der Setlist auftauchten zu finden ist, bevor sie mit „Jesus Saves“ auch schon den nächsten Kracher präsentierten.
Ich möchte an dieser Stelle einfach mal die komplette Setlist hervorheben:
The Ocean (mit einem kurzen Auszug von (City Beneath the Surface)
Welcome
Jesus Saves
Taunting Cobras
Another Way
The Wake of Magellan
This Is the Time (1990)
Strange Wings
The Storm
Turns to Me
Handful of Rain
Chance
Starlight / I Am / Mozart and Madness (Chris Caffery on lead vocals for "I Am")
Dead Winter Dead
The Hourglass
Believe (Jon Oliva on piano and vocals on screen)
Gutter Ballet
Edge of Thorns
Encore:
Sirens
Hall of the Mountain King
Da mir auch heute noch die Worte fehlen, tue ich mich momentan auch wirklich schwer, eben diese auch zu finden.
Was mir jedoch wohl die größte Gänsehaut an diesem Abend verpasste, war die Einspielung von Jon Oliva auf dem Backdrop/Screen bei dem unvergleichlichen Song „Believe“, wo er die erste Strophe am Klavier sitzend eingesungen hat, bevor Zak Stevens dann den weiteren Gesang des Songs übernahm.
Wie gesagt, ich ringe auch heute noch um Fassung und die richtigen Worte, die es für diesen Abend einfach nicht gibt.
Es kamen bei absolut jedem Song so viele Flashbacks aus meiner Vergangenheit herauf, dass ich hier nur von einem meiner wichtigsten und liebsten Konzerte ever reden kann.
Zwar hab ich in der Vergangenheit „Savatage“ des Öfteren live gesehen und bin auch heute noch von jedem einzelnen Gig überzeugt, doch diese Atmosphäre an diesem Abend war einfach noch mal ne Schippe mehr.
Auf weitere Songs einzugehen ist mir irgendwie nicht möglich, ohne sofort wieder Tränen in den Augen stehen zu haben und so verweise ich einfach mal darauf, dass Jon Oliva in einem Interview neulich verraten hatte, dass er schon wieder massenhaft Songs für „Savatage“ in der Schublade hat, was mich einfach mal hoffen lässt, dass ich diese großartige Band vielleicht in Zukunft noch einmal sehen darf.
Für mich ging an diesem Abend ein Traum in Erfüllung und ich freue mich darauf, sie irgendwann mal wieder On Stage sehen zu dürfen, denn diese Spielfreude, die Zak Stevens, Al Pitrelli, Johnny Lee Middleton, Chris Caffery und Jeff Plate an den Tag legten war wirklich echt.
Das konnte man ihnen ansehen und deshalb kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, wieso diese Tour das einzige Intermezzo von „Savatage“ war.
Ich hoffe auf jeden Fall darauf, sie wieder zu sehen!!!
Pics By Heiko Bendigkeit
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