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Metalacker Festival – Trombach Tennenbronn, 30.08.-31.08.2019

Auch im Jahre 2019 wurde das Metalacker Festival wieder zelebriert.
Wie gewohnt auf dem altbekannten und kampferprobten Gelände in der Nähe von Tennenbronn im beschaulichen Schwarzwald.
Doch so wie man es von einigen Festivals dieses Jahr gewohnt war, spielte auch hier das Wetter seine eigene Musik.
Jedoch kann man bis auf ein paar wenige Ausnahmen, von einem recht angenehmen Wetter sprechen.
Und natürlich war auch diesmal wieder für ordentlich Krach (im positiven Sinne) bei diesem Event gesorgt.

Mit AEONBLACK begann der erste Tag des diesjährigen Metalackers.
Zugegeben war die Anzahl der Schaulustigen vor der Bühne zu diesem Zeitpunkt noch eher verhalten, was die Band aber nicht davon abhielt, ein richtig gutes Set hinzulegen.
Und so langsam, aber sicher wurde es dann doch noch was mit der Anzahl der Zuschauer.
Meiner Meinung nach ein sehr guter Einstand in den ersten Tag, bzw. das Festival.
Die nächste Band mit Namen GROOVENOM entwickelte sich dann zu einer positiven Überraschung für mich, denn auf CD hatte ich die Truppe noch nicht so für mich entdeckt.
Jedoch machten sie live mit ihrem von Elektro Einflüssen getränkten Metal eine beachtliche Figur, was wohl auch die inzwischen angenehme Anzahl von Musikbegeisterten vor der Bühne so sah.
Gute Stimmung mit teilweise ungewöhnlichen Tönen auf dem Metalacker.
Kann man durchaus mal machen!
Mit NOTHGARD kam danach jene Band von EQUILIBRIUM Gitarrist Dom R. Crey ins Spiel, die mit ihrem Epic Melodic Death Metal ebenfalls für beste Unterhaltung sorgten.
Leider fand ich die Bühne zu dem Zeitpunkt ihres Auftritts eher mau ausgeleuchtet.
Ob das nun an ihrer Lasershow, oder sonst irgendwas lag, kann ich leider nicht beantworten.
Jedoch machten sie ordentlich Alarm und ließen eine stabile Setlist vom Stapel.
Auch hier durchaus beide Daumen hoch!
Die Position des Headliners, der sich im Anschluss an den Gig von NOTHGARD anschickte, hatten in diesem Jahr GLORYHAMMER für sich verzeichnen können und wie gewohnt machten sie deutlich, dass sie mit eben solch einer Position locker klarkommen können.
Auch die Setlist war sehr gut zusammengestellt, was dem Ganzen sicherlich nicht schlecht zu Gesicht stand.
Hier mal ein Blick auf die Songauswahl, mit denen GLORYHAMMER sicherlich noch ein paar Fans mehr für sich gewinnen konnten:
Intro: Into the Terrorvortex of Kor-Virliath 
The Siege of Dunkeld (In Hoots We Trust) 
Gloryhammer 
Angus McFife 
The Land of Unicorns 
Legend of the Astral Hammer 
Questlords of Inverness, Ride to the Galactic Fortress! 
Also Sprach Zarathustra (Richard Strauss song) 
The Hollywood Hootsman 
Goblin King of the Darkstorm Galaxy 
Hootsforce 
Masters of the Galaxy 
Universe on Fire 
The Unicorn Invasion of Dundee 
Outro: The National Anthem of Unst

Wie es so üblich ist, spielte auch diesmal nach dem Headliner eine Band und während es in der Vergangenheit leider schon öfters mal der Fall war, dass solch eine Besetzung nicht immer von Vorteil für eine Band sein kann, hatten CYPECORE, die in diesem Jahr diesen Slot innehatten, keinerlei Probleme, einen großen Teil der Zuschauer an die Bühne zu fesseln, denn die Truppe machte von Anfang an klar, dass nicht nur ihre Klamotten, auf denen eine Unmenge an LED’s leuchteten, gut ankommen, denn auch ihr Melodic Death Metal trieb die Meute gut an.
Daher muss ich ganz klar sagen, dass man einen ersten Festivaltag gar nicht besser hätte beenden können.
Ziemlich erschöpft, doch gut gelaunt, wurde es danach dann aber auch Zeit für die Koje.

Der zweite Tag begann traditionell wieder mit dem Frühschoppen, bei dem zu zünftiger Musik wieder ordentlich gefeiert wurde.
Die erste Band des zweiten Tages wartete indes mit einer Überraschung auf, denn BLÄCKWOOD, so der Name der Truppe, kam mal eben mit einer doch recht stattlichen Anzahl an Fans, die es sich vor der Bühne richtig gemütlich machte und somit dafür sorgte, dass nicht nur ich recht erstaunt war.
Die aus Tennenbronn stammende Band absolvierte hier zudem einer ihrer ersten Gigs, was man ihnen zwar auch anmerkte, aber hey…was solls.
Wichtig ist, dass sie mit ihrem Metalcore Alarm machten und das bewiesen BLÄCKWOOD allemal.
Denn wer ohne Probleme mal eben einen Circle Pit, sowie ne Wall Of Death starten kann, der ist sicherlich nicht fehl am Platze.
Da hatte es die nächste Kapelle THE TASTE OF CHAOS schon etwas schwerer, denn das Publikum lichtete sich doch schon etwas, obwohl auch sie dem Metalcore, wie auch ihren Vorgängern frönte. 
Ist auch nicht ganz meine Baustelle, um ehrlich zu sein, aber ihre Fans hatten sie ja trotzdem und das ist schließlich das was zählt.
Auch bei der danach spielenden Truppe NECROTTED wollte bei mir der Funke nicht so recht überspringen, obwohl ich momentan gerade auch auf Death Metal, den sie zockten stehe.
Leider war auch hier das Publikum nicht in dem Maße vertreten, wie man sich das gewünscht hätte.
Doch NECROTTED gaben trotzdem alles und brachten bei den Anwesenden sehr gute Stimmung ins Haus, bzw. auf den Acker.
Im Anschluss an die Death Metal Keule folgte ein Dreigestirn, das den Metalacker mal wieder so richtig ausmachte, denn alle drei Bands sind ausnahmslos Hochkaräter.
Zuerst enterten WARKINGS die Bühne und ließen die Besucherzahl vor der Bühne wie nichts anschwellen.
Mit ihrem ersten Album „Reborn“ im Gepäck legten die vier verkleideten Members plus der bezaubernden Queen Of The Damned Melissa Bonny, die man auch von der Kapelle RAGE OF LIGHT her kennen dürfte, mal eben den Acker in Schutt und Asche und hinterließen ein wahres Schlachtfeld.
Ganz im Sinne der Krieger auf der Stage.
Die Setlist bestand natürlich fast ausschließlich aus schon erwähntem Album „Reborn“.
Jedoch wurde sie noch mit einem Cover von AMON AMARTH angereichert, welches die Queen Of The Damned mit ihren Growls beeindruckend darbrachte.
Wenn man sich deren Songs zu Gemüte führt, merkt man einfach sehr schnell, dass hier Vollblutmusiker am Werke sind und dass sie dies auch auf eine Bühne bringen können, zeigten sie an diesem Abend einmal mehr.
Für mich mit einer der Highlights, dieses Metalackers.
Danach ging es auch gleich weiter mit der nächsten Überband.
PARASITE INC aus Aalen legten nach und ließen das Publikum gar nicht erst vom Platz.
Auch ich war wie gebannt, denn was die Jungs da abziehen, ist wahrlich fast nicht mehr von dieser Welt.
Melodic Death Metal mit elektronischen Einflüssen mag zwar das Ding der Stunde sein, doch bilde ich mir ein, dass diese Truppe, irgendwie aus dem musikalischen Einheitsbrei heraus sticht und das macht sie so faszinierend.
Mit ihren Alben „Time Tears Down“ und „Dead And Alive“ hatten sie mich sowieso schon auf ihrer Seite, doch gerade auch live machen sie richtig Alarm und zeigen, wo der Frosch die Locken hat.
Einfach beeindruckend!
Die dritten in diesem Dreigestirn bildeten ELUVEITIE aus der Schweiz, die zudem auch den Posten des Headliners an diesem Abend für sich in Anspruch nahmen.
Und dies absolut nicht zu Unrecht, denn wer die Band schon einmal live erleben durfte, der weiß wovon ich spreche.
Eine wahre Armada an Bandmitglieder, die aber zusammen gesehen keineswegs die Bühne überluden.
Vielmehr war es so, dass jeder einzelne Musiker und natürlich Musikerin seinen besonderen Stellenwert und Platz in diesem Ensemble hatte.
Weshalb die 90 Minuten Spielzeit auch alles andere als langweilig wurden.
Eine ausgeglichene Setlist, die selbstredend auch mit Songs ihres aktuellen Albums „Ategnatos“ angereichert wurde.
Folk Metal der allerersten Güte, der einen einfach mitreißen muss, wenn man auf dieses Genre steht.
Ich würde schlussendlich behaupten, dass ELUVEITIE mit ihrem Material und ihrer unglaublich imposanten Bühnenpräsenz nicht nur ihren Titel als Hauptact zurecht trugen, sondern auch im Allgemeinen würde ich mal frech behaupten, dass sie mit zu den besten Bands gehören, die jemals beim Metalacker aufgetreten sind.
Nach dieser Ansammlung von hervorragenden Bands hatten es die letzte Band des Tage, bzw. des Festivals mit Namen VEX zwar nicht mehr ganz so leicht, noch einen draufzusetzen, doch ich denke, das war auch für die Band ok, so wie es dann kam, denn mit ihrem Groovecore, wie sie ihn selbst bezeichnen, konnten sie die noch verbliebenen Anwesenden richtig amtlich beschallen.
Alles in Allem also auch absolut cool!

 

Mal wieder zeigten die Veranstalter des Metalacker ihr Gespür für musikalische Vielfalt und bewiesen ein gutes Händchen bei der Bandauswahl.
Man darf also gespannt sein, wer im kommenden Jahr den Schwarzwald in seinen Grundfesten erschüttern wird.
Bis dahin gilt es für mich mal wieder mein Respekt und Anerkennung auszusprechen, denn ich kann es nicht oft genug erwähnen, wie wichtig solch eine Plattform, wie es dieses Festival ist, für die Musikszene ist.
Und nächstes Jahr geht es weiter, auf dass die Szene weiter stabil bleibt!

 

Pics by Volker Kopp
 




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