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Liebe Metal-Gemeinde
Derzeit müsst Ihr leider mit weniger Bilder auf dieser Seite auskommen. Nachdem wir dem Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung ausgesetzt waren, konnten wir diesen Vorwurf entkräften. Es ist also vorläufig nochmal gut ausgegangen.
Dennoch werden wir jetzt noch die zigtausend Bilder nach und nach überprüfen und den Großteil wieder zugänglich machen.
Euer HMH-Team
08.05.2025
| METAL HAMMER PARADISE 2019 - Weissenhäuser Strand - 8. bis 9. November 2019 |
Anfang November, Erkältungszeit. Und was macht der Metaller? Er fliegt nicht in warme südliche Gefilde, sondern spart CO2 ein und begibt sich an den Weißenhäuser Strand zum Metal Hammer Paradise. Knapp 30 Bands in zwei Tagen beim vermutlich größten Metal-Indoor Event. Drei Bühnen in drei verschiedenen Größen von der Alm-Hütte bis zur riesigen Tent-Stage. Gesundheitlich angeschlagen, fokussieren wir uns auf eine persönliche Auswahl der für uns heißesten Acts.
Schade auch, dass dieser Titeltrack nicht mehr Teil der Setlist ist. Dennoch kommt das Album mit "Sex Is War", "Six Feet Under" und "I Will Be King" nicht zu kurz. "Love Me, Hate Me" entschädigt etwas für das ebenfalls fehlende "Killer". Mit "Somebody's Gotta Do It", "D.N.A." und dem Opener "I've Got The Fire" kann ich auch gut leben. "You Are Not Alone" und der Rausschmeißer "Flying Colours" zählen nicht zu meinen Favoriten, kommen aber beim Publikum bestens an. Mit seinem nach spätestens zwei Songs vollkommen durchgeschwitzten Hemd hätte Sänger Hannes jeden Wet T-Shirt Contest gewonnen.
KD stehen für gute Laune und lassen all die anderen Spaßbands, egal ob aus dem Ruhrpott oder dem fränkischen Bayern, vergessen. Der Sound ist perfekt und schweinelaut, so dass die P.A. während des Auftritts zweimal kurz kleinbeigibt und für wenige Sekunden aussetzt. Einmal mitten im Gitarrensolo von Jim Müller, sodass wirbelnde Optik und fehlende Akustik nicht zusammenpassen.
Da wird viel Potenzial verschenkt, wenn selbst die ansonsten hartgesottenen Partypeople lieber aufs Hotelzimmer und ins Bett gehen. Wirklich schade, denn die Songs sind gut, aber weder die alten noch die neuen Hits finden Anklang.
Da hilft auch die Aussage nicht, dass der Weißenhäuser Strand die meisten "Asian Hooker"s hat. Und "Party Like Tomorrow Is The End Of The World", "Community Property" oder "17 Girls In A Row" haben wir schon in ehrlicheren Versionen gehört. Selbst "All I Wanna Do Is Fuck (Myself Tonight)" zündet nicht richtig. Satchels hochhackige Stiefel entschädigen keinesfalls für diese schwache Darbietung. Enttäuscht ziehen auch wir von dannen. Im Zelt sind die Reihen mittlerweile noch lichter geworden.
Die SUPERNOVA PLASMAJETS werden gelobt. Kaum zu glauben, konnte man die Vocals von Frontröhre Jennifer Crush auf dem Baltic Open Air 2018 kaum ertragen. Korsagen allein machen fehlendes Talent nicht wett, dachte ich. Denn im Wikingerland versemmelte sie sogar Michael Sembellos "Maniac". Wir werden die Kapelle weiter unter Beobachtung halten und gegebenenfalls bestätigen, dass es eine deutliche Weiterentwicklung gibt.
Thomas "ick imitiewe einen skottischen Aksent" Winkler wird immer noch besser, auch wenn die Vocals bei der Zeltakustik kaum zu hören sind. Als Angus McFife setzt er gekonnt das "Universe On Fire", schwingt den "Gloryhammer" und rettet uns alle vor der "Unicorn Invasion Of Dundee".
Die Fanbase ist gewaltig, so dass jede Textzeile und jeder Refrain laut erschallt. GLORYHAMMER zu erleben ist ein wahres Vergnügen. Hoots!
"The American Way" gleich als zweites auf der Setlist, wie geil! Und nach 23 Jahren auch endlich wieder neues Material. Das Gitarrenbrett aus Wiley Arnett und dem vergleichsweise sehr jungen Joey Radziwill, der laut Phil noch nicht geboren war, als die Songs vor "The Awakening" rauskamen, ist der Hammer.
SACRED REICH spielen extrem tight, was nicht zuletzt mit an der Rhythmusfraktion aus Phil Rind und Dave McClain liegt, welcher letztes Jahr von MACHINE HEAD zurückkehrte.
Trotz allem ist das METAL HAMMER PARADISE ein Erlebnis. Allerdings geben wir uns den Stress, alle Bands und Sideshows sehen und fotografieren zu wollen, nicht mehr. Da haben wir aus der Erfahrung gelernt. ONKEL TOM, J.B.O., DESTRUCTION und POWERWOLF konnten wir in der Vergangenheit schon beim Metal Hammer Paradise und NINE EYES NATION vor kurzem in Hamburg erleben. Nebenbei lief uns auch Armand von NIGHT DEMON über den Weg. Die waren auf dem MHP, weil sie aktuell mit SACRED REICH auf Tour sind, wie er uns zuflüstert. Nette Gespräche gab es auch mit Ex-Last Episode Chef Karsten Jakob, Markus Wosgien von Nuclear Blast und vielen anderen.
Im Vergleich zu den Vorjahren schien mir das Billing ausgewogener, sodass wir weniger herumrennen mussten, um beispielsweise alle Thrash Metal-Acts sehen zu können. Uns hat's trotz ein paar Widrigkeiten Riesenspaß gemacht. Deshalb danke wieder an alle Bands, die Veranstalter, Licht- und Tonleute, Securities, die Damen und Herren am Ausschank und den Garderoben und alle anderen Beteiligten. Wir kommen wieder!
Bericht von DANU (dem Schattenmann)
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| 14.11.2019, 12:54 by Danu |
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