nach oben
Mättler No.
Drop-Nav
796369
Festival-Berichte

zeige: Galerie | Übersicht


Heavy Metal Marder Festival 2011Albstadt-Laufen, 01.10.2011

Bereits zum zweiten Mal wurde die Sporthalle in Albstadt - Laufen zum Schauplatz des Heavy Metal Marder Festivals. Und auch 2011 konnte mit einigen Leckerbissen für die Metallerseele aufgewartet werden. Konnte man schon im Vorjahr mit BRAINSTORM ein Aushängeschild der deutschen Metalszene verpflichten, gab sich das Team um Christoph Perchthaler auch dieses Mal keine Blöße. Mit AXXIS ist es gelungen, eine feste und etablierte Größe im Hard'n'Heavy Bereich als Hauptact zu gewinnen.


Aber der Reihe nach. Den Anfang machten die Lokalmatadoren von MEET THE MAGGOTS. Mit ihrem modern anmutenden Metal schafften sie es, trotz der frühen Stunde und der überschaubaren Zuschauerzahl, einige Leute vor der Bühne zu versammeln. Dabei merkte man der sechsköpfigen Band an, dass sie auf der Bühne ein eingespieltes Team sind. Auch deswegen erntete die Band nicht nur Höfflichkeitsapplaus.

In die noch härtere Kerbe schlug das BANG BUS PROJECT. Der Stil der vier Jungs mit dem ungewöhnlichen Namen, der sich wohl am Besten als Crossover beschreiben lässt, war zunächst etwas gewöhnungsbedürftig für die Anwesenden. Aber spätestens ab dem dritten Song schaffte es die Band, das Publikum durch ihren eigenen Enthusiasmus auf der Bühne mitzureißen und man konnte die ersten kreisenden Matten vor der Bühne erspähen.

Danach wurde es International in Laufen. Die aus Belgien stammenden WARBEAST enterten die Bretter des Heavy Metal Marder Festivals. Dabei machten sie ihrem martialischen Namen alle Ehre und feuerten eine harte Mischung aus Thrash und Death Metal in die Menge. Viele der Zuschauer ließen sich von der Energie anstecken und bangten mit Frontsau Kevin um die Wette. WARBEAST kann man mit Fug und Recht als einer der großen Gewinner des Festivals bezeichnen. Mit ihrer routinierten, aber dennoch kraftvollen Show konnte man viele neue Fans für sich gewinnen, was auch der Absatz von Tonträgern am Merchandise Stand untermauerte. Für die Jungs hat sich die weite Anreise auf alle Fälle gelohnt.

Nach diesem schweißtreibenden Auftritt war es Zeit, alte Bekannte in Laufen zu begrüßen. Seit über zehn Jahren machen die Stuttgarter Mannen von VANISH um Sänger Bastian Rose bereits zusammen Musik. Dabei kombinieren sie traditionelle Metal Sounds mit progressiven Elementen und einem hohen Gebrauch des Keyboards. Die langjährige Bühnenerfahrung konnte man natürlich auch live in die Wagschale werfen. So verstand es der Frontmann das Publikum mit Mitsingspielchen in den Auftritt perfekt mit einzubinden. Die, mit einem durchaus hohen Wiedererkennungswert verbundene, Musik tat ihr übriges, um beim schwäbischen Publikum, bereits zum zweiten Mal, einen mehr als guten Eindruck hinterlassen. Das Quintett konnte seinen höheren Platz im Billing also mehr als rechtfertigen. Fans von keyboardgetragenen Power Metal, sollten ihre Füller auf jeden Fall mal nach VANISH ausstrecken.

Als Co Headliner fungierten die Augsburger CLUSTERHEAD. Leider stand die Band im Stau und musste auf ein verkürztes Set zurückgreifen. Diese Tatsache tat der guten Stimmung in der Halle allerdings keinen Abbruch. Man merkte, dass hier eine routinierte und eingespielte Einheit auf der Bühne stand, die sichtlich Spaß in den Backen hatte. Mit Hits wie "Revolution" hatte Sänger Rene Brandt das Publikum sehr schnell auf seiner Seite. Und auch die anderen Songs ihrer zwei Longplayer und bereits drei EPs zündeten amtlich, sodass die Band den Auftritt trotz der ungünstigen Vorzeichen auf jeden Fall als Erfolg verbuchen kann. Auch hier wurden neue Fans dazu gewonnen und die alteingesessen keinesfalls enttäuscht. Ich hoffe man sieht die Jungs bald wieder in schwäbischen Breitengraden.

Zu späterer Stunde wurde es allmählich Zeit für den diesjährigen Headliner AXXIS. Die Dortmunder Band, die immer ein Garant für eine geile Heavy Metal Party ist, beschränkte sich dabei wie bereits auf der gesamten Tour auf Songs, der ersten drei Alben ihrer Discographie. Dennoch, oder gerade deswegen, war ab den ersten Tönen super Stimmung in den vorderen Reihen. Mit Hits der Marke "Touch the rainbow", "Kings made of Steel" oder "Fire and Ice" wurde die Stimmung in Laufen zum überkochen gebracht. Es zeigte sich, dass viele der Anwesenden schon den ganzen Nachmittag AXXIS entgegengefiebert hatten. Die Slideshow, die im Hintergrund lief untermauerte mit alten Bildern der Band, gekonnt den Old School Charakter des Sets. Zudem hat man mit Bernhard Weiß nicht nur einen klasse Sänger und Entertainer, sondern auch noch einen Sympathiebolzen par excellence, der mit seinen natürlichen und humorvollen Ansagen auch gerne für einen Lacher sorgt. Am Ende durften natürlich auch die Bandhymnen "Living in a World" und "Kingdom of a Night" nicht fehlen, um einen - wieder mal - gelungen AXXIS Gig abzurunden, der nur zufriedene Fans zurückließ, und einmal mehr unter Beweis stellte warum die Dortmunder zu den beliebtesten deutschen Live Bands zählen.

Neben den durchweg guten Vorstellungen der Bands, war das Heavy Metal Marder auch 2011 wieder Garant für ein gemütliches Festival mit entspannter Atmosphäre und fairen Preisen. Auch unter diesen Gesichtspunkten, ist die geringe Zuschauerzahl nicht nachzuvollziehen, da das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut gestimmt hat. Auch die Tatsache, dass das Festival rein für einen guten Zweck ohne kommerzielle Hintergedanken ausgerichtet ist, wäre ein weiterer Aspekt, das Festival zu unterstützen. Leider kann man den spärlichen Besuch solcher Veranstaltungen in unserer Region immer öfter beobachten.

Nichtsdestotrotz bin ich wieder gern nach Laufen gepilgert und ich hoffe, dass der Marder auch 2012 wieder zurückkehren wird.

Pics by Lukas Kammer


Bewertung
Redaktion: (0)
0.00
Leser: (0)

0.00
  
Deine Wertung:  
| 1=Klassiker | 2=Top-Album | 3=Absolut hörenswert |
| 4=Hörenswert | 5=Da fehlt noch was | 6=Mies |


Neuere / Ältere Beiträge



Siehe auch