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Liebe Metal-Gemeinde
Derzeit müsst Ihr leider mit weniger Bilder auf dieser Seite auskommen. Nachdem wir dem Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung ausgesetzt waren, konnten wir diesen Vorwurf entkräften. Es ist also vorläufig nochmal gut ausgegangen.
Dennoch werden wir jetzt noch die zigtausend Bilder nach und nach überprüfen und den Großteil wieder zugänglich machen.
Euer HMH-Team
08.05.2025
| DIRKSCHNEIDER + ANVIL + DYING GORGEOUS LIES Hamburg, Markthalle 21. April 2016 |
Hamburg, Markthalle 21. April 2016
Female Fronted Thrash Metal? Kann das funktionieren? Es kann! Nur wenige Frauen schaffen es, mich im Metal-Bereich stimmlich zu überzeugen. Mit all den Liv Kristines, Tarjas und Sharon Den Adels kann ich nichts anfangen. Im Gegenteil, da sträuben sich mir die Nackenhaare und rollen sich die Fußnägel. Da denkt man manchmal schon, dass es seinen Grund hat, warum in der Natur nur die männlichen Vögel singen. Neben KOBRA AND THE LOTUS als eine der positiven Ausnahmen gesellt sich seit dem Auftritt als Anheizer von ANVIL und DIRKSCHNEIDER auch Lisa Minet alias Liz Gorgeous von DYING GORGEOUS LIES dazu.
Was für ein Organ! Die vier Jungs und das Mädel aus Oberfranken machen ihre Sache richtig gut. Das im Februar erschienene Album "First World Breakdown" konnte ich mir noch nicht reinziehen, werde das aber schnellstmöglich nachholen. Live jedenfalls sticht die vortreffliche Gitarrenarbeit von Bernd "E. Burned" Stübinger und Marcel "Mashl J." Völkel aus der Masse heraus. Sascha "Buzz'D Joe" Schulze und Stephan "J.J." Straubinger verpacken das Ganze in treibende Rhythmen. Leider blieben den Jungspunden nur dreißig Minuten Setzeit, um sich zu beweisen, so dass sogar der Titeltrack ihres aktuellen Longplayers gestrichen werden musste. Dennoch wussten DYING GORGEOUS LIES zu überzeugen und wurden vom Publikum abgefeiert.
Wenn der personifizierte Wahnsinn im Metal einen Namen hat, dann muss dieser Steve "Lips" Kudlow lauten. Während sich die Rhythmusgruppe, bestehend aus Schlagzeuger Robb Reiner und Chris Robertson am Bass auf die Bühne begab, sprang Lips direkt ins Publikum und legte gitarrespielend los. Eventuelle Defizite bei Talent oder Songwriting gleichen ANVIL durch Verrücktheit und Entertainment mehr als aus. Chris und Lips schneiden dabei Grimassen, bei denen man sich fragt, aus welcher Heilanstalt die beiden wohl ausgebrochen sein könnten. Krass ist die inzwischen riesige Fanbase der Kanadier. So singt auch bei den neuen Songs wie "Daggers And Rum" der Letzte im Saal mit. Lips widmete den Klassiker "Free As The Wind" seinem verstorbenen Kumpel Lemmy Kilmister. Und natürlich durfte das Gitarrensolo mit dem Dildo bei "Mothra" nicht fehlen. Mit "Metal On Metal" zeigten die Jungs aus der kanadischen Ambossschmiede schließlich nochmal, wo der Hammer hängt und verabschiedeten sich fulminant.
Zwei Generationen DIRKSCHNEIDER auf einer Bühne. Sohnemann Sven zeigt, dass ihm der Heavy Metal in den Genen steckt und er nicht nur bei SAXON als Tourdrummer aushelfen kann. Sein Schlagzeugspiel hinterlässt einen ebenso bleibenden Eindruck wie der gewaltige Käfigaufbau des Drumkits. Offensichtliche Freude am Spiel und an der Bewegung strahlte auch das internationale Gitarrenduo bestehend aus dem Finnen Kasperi Heikkinen und dem Russen Andrey Smirnov aus. Da saß jeder Ton und jede Pose. Udo scherzte zwischendurch übers Alter und verwies auf sich selbst und Bassist Fitty Wienhold. Letzterer ließ die Haare fliegen und holte sich bei "Screaming For A Lovebite" ein paar Küsschen von verschiedenen Damen aus dem Publikum ab.
Insgesamt ein Erlebnis der ganz besonderen Art. Drei völlig unterschiedliche Metal-Acts, die zu keiner Sekunde Langeweile aufkommen ließen. Da hat sich der Trip an die Alster mal wieder vollkommen gelohnt. "Up to the limit", mindestens!
Bericht von DANU (dem Schattenmann)
Setlist Dirkschneider: |
| 24.04.2016, 12:35 by Danu |
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