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Building A Force Festival 2010 Mühltalhalle - Bad Rappenau,10.04.10
Mit Bands wie u.a. Brainstorm, Serenity und Fleshcrawl wollten die Macher des Building A Force Festivals den Fans auch dieses Jahr die Vollbedienung in Sachen härterer Klänge darbieten, was angesichts der Musik auch durchaus positiv überraschte, doch leider war die Zuschauerzahl so dermaßen gering, daß man sich schon ernsthaft die Frage stellen muß, wer daran im Endeffekt die Schuld trägt. An den Bands konnte es meiner Meinung wirklich nicht gelegen haben.

Den Anfang an diesem Tag machten "Destination's Calling", die mit ihrem melodischen Power Metal trotz der miserablen Zuschauerzahl ihre Songs sehr stark herüber brachten und auf jeden Fall wieder voll überzeugen konnten.
Mit Songs wie "Disconnected", dem Titelstück des hervorragendem Albums "Invisible Walls", sowie auch dem abschließenden "Destination's Calling" blieben keine Fragen offen.

Danach hatten "The Prophecy 23" die Ehre, vor einer Handvoll Leuten zu spielen.
Zu meiner überraschung konnten die Jungs mit ihrem Brutal Thrash Metal, wie sie ihn bezeichnen, echt begeistern und rissen auch einige im Publikum mit.
Sehr cool fand ich persönlich den Song "Surf Nazis Must Die", mit dem sie klar Stellung bezogen und der einfach herrlich knallte.
Da sie ja kürzlich einen Vertrag bei Massacre Records unterschrieben haben, kann ich nur empfehlen, das im Sommer diesen Jahres erscheinende neue Album anzutesten.

Mit "Rough Silk" folgte die dritte Band des Tages, die mich leider nicht so sehr überzeugten.
Ihr älteres Material, wie z.B. die auch zur Setlist gehörenden und gespielten "Walls Of Never" und "Never Say Never" hinterlassen bei mir einfach einen bleibenderen Eindruck als ihre neueren Songs.

Danach wurde mit "Thy Bleeding Skies" aus Stuttgart mit ihrem Melodic Death Metal wieder die härtere Fraktion angesprochen und kamen bei der leider immer noch zu kleinen Anzahl von zahlenden Gästen auch ziemlich gut an.

Auf die im Anschluß auftretenden "Lanfear" freute ich mich besonders, da man bei dieser Band immer Spaß hat und so war es auch diesmal wieder.
Sie sind ein gutes Beispiel dafür, daß technisch perfekter Power Metal nicht im Widerspruch zu Jokes und Ulk auf der Bühne machen steht.
Die durchweg starken Songs zu komentieren, hieße Eulen nach Athen zu tragen, denn diese Band hat einfach keine Ausfälle.
Den einzigsten Kritikpunkt, den ich mir nicht verkneifen kann ist die Tatsache, daß leider auch diesmal der Gott-Song "Another Golden Rage" den Weg wieder nicht auf die Setlist geschafft hat.

Wie dem auch sei, es ging auch so weiter und wie es weiterging.
Denn die nächsten auf der Liste waren "Serenity" aus Österreich und was soll ich sagen, außer "Daumen hoch" für diesen Gig.
Wie auch ihre Vorgänger brachten auch sie sehr gute Stimmung in die Halle und Leben in die inzwischen etwas (aber nicht nennenswert) gestiegene Zuschauerzahl. Ihre Songs sind live immer eine Macht.
Welcher mir immer wieder sehr gefällt ist der Kracher "Fairytales", doch weiter im Text.

Nach dem Symphnic-Power Metal von "Serenity" wurde wieder ordentlich geknüppelt.
"Fleshcrawl" waren an der Reihe, die Massen (grins) zu bewegen, was sie mit Fausthieben wie "Damned In Fire", "As Blood Rains From The Sky", oder auch "Beneath A Dying Sun" in die Tat umsetzten.
Death Metal mag vielleicht nicht jedem gefallen, aber live brachten sie die Sache echt auf den Punkt, was mich doch sehr beeindruckte und mit 2 Zugaben in Form von "Fleshcult" und "Day Man Lost" konnte man dann sogar auch noch aufwarten, bevor es Zeit wurde für den Headliner des Abends!

Und das waren keine geringeren als die sympatischen Schwaben von "Brainstorm". Mit "Forsake What I Believed" legten sie los und zeigten beispielhaft, wie professionell man auf der Bühne trotz minimaler Zuschauerzahl einen Gig bestreiten kann.
Ihre Songs sind einfach nur ein Erlebnis und mit Granaten wie "The Leading", "Highs Without Lows", "Blind Suffering", "Shivas Tears", "Worlds Are Coming Through", oder auch "All Those Words", welches denn regulären Set beendete, zeigte man erneut wo der Hammer hängt.
Mit den 3 Zugaben "Fire Walk With Me", "How Do You Feel" und "Painside" endete der Auftritt und wieder einmal wurde klar, wie stark "Brainstorm" live sind.
Der danach folgende After-Show-Gig von "The Past Alive" gab ich mir dann aber nicht mehr, weshalb ich darüber auch nichts berichten kann und zum Schluß möchte ich nochmal auf die fast durchgehend starken Bands und die super Location hinweisen. Wer jedoch wem am Ende wegen der sehr schwachen Anzahl von Besuchern den schwarzen Peter zuschiebt, wäre doch recht interessant zu erfahren!


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